Grundseminar 2011
für neu eingestellte Lehrerinnen und Lehrer im  Justizvollzug
vom 14. bis 18. November 2011


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Der Vorsitzenden Peter Bierschwale schrieb im September an die Länderministerien: Der 2. Vorsitzende Klaus Vogel lud die Teilnehmer ein:

Sehr geehrte Damen und Herren,

neue Kolleginnen und Kollegen stellen meist schnell fest, dass sich der Arbeitsplatz eines Lehrers im Justizvollzug doch erheblich von dem an einer öffentlichen Schule unterscheidet. Auf viele Anliegen, die der Vollzug an uns heranträgt, wurden wir durch die Berufsausbildung und die Einweisungszeit nur unzureichend oder auch gar nicht vorbereitet. Erfahrungsgemäß braucht es Zeit, bis das nötige vollzugsspezifische Organisations- und Verwaltungswissen in der Alltagspraxis erlernt wird. Die Justizverwaltungen konnten sich dieser Vorbereitungsaufgabe bisher nur sehr begrenzt annehmen, und so ist es immer ein Anliegen unserer Bundesarbeitsgemeinschaft gewesen, hierin Hilfestellung zu leisten.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wenn Sie innerhalb der (etwa) letzten vier Jahre als Lehrkraft oder in ähnlicher pädagogischer Funktion im Justizvollzug eingestellt worden sind, laden wir Sie herzlich ein zu einem Grundseminar in der Bildungsstätte bei der Jugendanstalt Hameln. Ausrichter des Seminars ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Lehrerinnen und Lehrer im Justizvollzug e. V. Gerade als Neuling in der pädagogischen Arbeit im Justizvollzug benötigt man Unterstützung und Rat für seine täglichen Aufgaben.

 

Der Seminarplan ist im PDF-Format hier gespeichert


 

Kurzbericht

 

Das Seminar  war an die neu angestellten Lehrerinnen und Lehrer im Justizvollzug gerichtet, so dass das relativ junge Durchschnittsalter der Teilnehmer (neben einigen Kollegen im besten mittleren Alter) nicht überraschend war. Hauptziel war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ermöglichen, sich die Komplexität ihrer eigenen Lehrertätigkeiten im Beziehungsgeflecht der differenzierten Aufgabenstellungen bewusst zu machen und zu reflektieren. Die Mischung aus den verschiedenen Bundesländern war ausgewogen und führte in den Gruppenarbeitsphasen, für welche die Teilnehmer per Zufall immer wieder neu zusammengewürfelt wurden, zu einer bunten Vielfalt an Sichtweisen und Einblicken in die jeweils anderen Realitäten des Justizalltages, insbesondere in die unterschiedlich geregelten Abläufe der Schulbereiche samt ihrer Schnittmengen mit den Fachdiensten und deren Aufgaben innerhalb der einzelnen Anstalten.

Stimmen aus dem Kreis der Teilnehmer:
"Vielen Dank für ein sehr gelungenes Seminar, das einem hilft, über seinen
eigenen Tellerrand zu sehen. Man sieht die eigene Anstalt in einem neuen
Licht." - Michael Wagner

"Frischer Wind in: H-A-M-E-L-N
H-umorvoller, kollegialer Austausch
A-bwechslungsreiches Morgen-, Mittag-, Nachmittag-, Abend- und Nachtprogramm

M-otivierte Organisatoren
E-ntscheidender Unterschied: Spaß oder Freude?
J
L-ustige DIA-Vorträge
N-ette Kollegen bundesweit!
Wir haben die Fortbildung mit vielen bleibenden Eindrücken sehr genossen und freuen uns aufs nächste Mal!" -
Astrid Jansen, Mareike Wacker, Katrin Dickopf

Die Teilnehmer auf dem Parkplatz
vor der Jugendanstalt Hameln
 

Referent Niebuhr bei seinem Vortrag
Kompetenzfeststellung in der JA Hameln

  Kleine Bildergalerie  

Unser Ehrenvorsitzender Herbert Hilkenbach im Vortrag zu den Gründungszeiten der BAG und zu den Lehrbedingungen im Gefängnis der Nachkriegsjahre

Dr. Joachim Köpper am Donnerstagabend:
Vortrag mit Fotos verschiedener Bildungsreisen
Arbeiten im Plenum

Energie auftanken nach dem Rundgang in der Hamelner Innenstadt

Die Teilnehmer  mussten auch richtig ackern ...

Feedback der Teilnehmer

 

So wurde gearbeitet

 

Aufgabenstellungen für die nächste Arbeitsphase...

Ergebnisse der Gruppenarbeiten

Ergebnisse der Gruppenarbeiten