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lBundesarbeitstagung
in Bremen vom 26. bis 28 Mai 2003 Bildungsoffensive - Protokolle - |
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Grußworte
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| Anstaltsleiter
der JVA Bremen beim Grußwort |
Gastgeber
Georg Ilgner eröffnet die Tagung |
Stellv.
der BAG Bernd Detmer mit Kollegen |
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| Kulinarisches am Rande |
Dr.
Hans-Jürgen Eberle im Gespräch |
Bruno
Wendt liest aus seinem "Krimskrams" |
Download zum Gesamtprotokoll hier
Zusammenarbeit
von Wirtschaft und Justizvollzug
Erörterungen
aus dem Ressort des Senators für Justiz und Verfassung der Freien Hansestadt Bremen,
Dr.
Wiegand
Zum
Download der Zusammenfassung
hier
Erste Ergebnisse der Arbeitsgruppen vom Montagnachmittag
AG
2 Zusammenarbeit von Wirtschaft und Justizvollzug
Unter den Überschriften wie
"wichtige Aspekte", "zu erwartende Schwierigkeiten",
und "erfolgversprechende Ansätze" wurde in einer lebhaften
Diskussion festgestellt, dass die erarbeitenden Themenfelder (unsere
Hausaufgaben!) zunächst innerhalb des Vollzuges abgearbeitet werden
müssen, um dann als gleichberechtigter und selbstbewusster Partner in
Gespräche / Kooperationsverhandlungen mit der Wirtschaft einzutreten.
Klaus-Dieter Blank, JVA Tegel, Steuerungsdienst, KDBlankJVATegel@t-online.de
AG 3
Kooperation zwischen
„ Internen“ und
„Externen“ bei Bildung und Beschäftigung im Vollzug
Die
Bediensteten der Justizvollzugsanstalten sollten die Externen in ihren
Arbeitsprozessen akzeptieren lernen und mit ihnen adäquat umgehen. Die
Anstaltsleitungen sollten durch infrastrukturelle Maßnahmen die Arbeit
der Externen unterstützen und Misstrauen reduzieren helfen. Wichtige
Informationen über die den Externen unterstellten Gefangenen sollen
mitgeteilt werden. Sie sollen Externe in die Diskussionsprozesse in der
Anstalt einbeziehen, die dem Austausch und der Weiterentwicklung von
Vollzugskonzepten dienen und die Bedeutung externer Mitarbeiter in der
Vollzugsgestaltung zur sozialen Eingliederung der Gefangenen
konkretisieren. - Die Abläufe in der Anstalt sollten transparenter für
alle Akteure gestaltet werden. - Die Mitarbeiter des Justizvollzuges
sollten sich an der Entwicklung und Weiterentwicklung von Bildung,
Ausbildung und Beschäftigungsprojekten mit den Externen beteiligen.
Herr
Peter – Stellvertretender Anstaltsleiter der JVA Bremen,
Herr Welchner – Geschäftsführer des Vereins Hoppenbank e.V.
Zum Download "Bericht der AG 3" hier
AG 4
Der Weg nach draußen - Übergänge unterstützt durch Reso-Beratung und
Förderstrukturen?
Zwei
Fragen beschäftigten die Arbeitsgruppe vor allem:
Wer kann es leisten, eine kontinuierliche Betreuung von der Haft in die
Freiheit zu leisten?
Die Antwort war eindeutig: Da der Vollzug zum Teil aus rechtlichen
Gründen für die Zeit nach der haft nicht zuständig sein darf, ist diese
Aufgabe von Externen besser zu
Ralf Bührs, Eduard Matt,
Zum Download "Bericht der AG 4" hier
AG
5 Frauen im Vollzug - Zugänge zu Bildung und Beschäftigung
Die Arbeitsgruppe hat sich mit
zwei Fragestellungen befasst, zum einen mit einer Beschreibung des
Ist-Zustandes inhaftierter Frauen zu Bildung und Beschäftigung, zum
anderen mit den sich daraus ableitenden Forderungen und Konsequenzen. Der
Anteil der Inhaftierten Frauen im Vollzug liegt bei 4,5
Prozent.
Männer und Frauen sind anders, deshalb müssen wir von 100 Prozent
Frauenvollzug rechnen. Wir haben in den Frauenvollzugseinrichtungen im
Bundesgebiet hervorragende Beispiele für Bildungs- und
Beschäftigungsangebote für inhaftierte Frauen - trotz der kleinen
Zahlen. Dem Frauenvollzug kommt hier gerade deshalb
in seiner Kreativität und Flexibilität eine Voreiterrolle zu. Vielleicht
ja male eine Möglichkeit, dass die Männer sich etwas von den Frauen
abgucken.
Dr. Hilde van den Boogaart, JVA Lübeck,
Petra Huckemeyer, JVA für Frauen, Vechta,
Berichterstatter: Heinrich Pfläging, JVA
Köln,
Zum Download "AG 5: Frauen im Vollzug" hier
AG
7 Interne Diagnostik: Wer macht was?
Nach der
Einführung, in der Kollege Ilgner das in Bremen praktizierte
Diagnoseverfahren vorstellte, setzte sich die Gruppe zunächst mit der
Frage auseinander, welche Aspekte im Rahmen einer zustellenden
Bildungsbedarfsdiagnostik wichtig sind. Dabei waren folgende Aspekte
wichtig: Lerntechniken, handwerklich-motorische Fertigkeiten, soziale
Kompetenz, kulturkreisspezifische Unterschiede, schulische Kenntnisse,
kognitive Fähigkeiten und entscheidungsvorbereitend.
Die folgende
Gruppendiskussion machte vor allem zweierlei deutlich:
1. Es gibt bereits eine
Reihe von Diagnoseinstrumenten (z.B. HAMET), diese sind aber nicht überall
bekannt. Auch das von großer Erfahrung gestützte persönliche Gespräch
gehört weiterhin zum verbreiteten Standart, obwohl die Problematik der
Objektivität bekannt ist.
2.
Ein umfassendes allen Ansprüchen genügendes und vergleichbar
einsetzbares Verfahren scheint aber noch nicht mit der notwendigen
wissenschaftlichen Begleitung entwickelt worden zu sein.
Für die Gruppe folgte daraus als Thesen an das Plenum folgendes:
1. Der Vollzug muss in ein Diagnoseverfahren investieren.
2. Es sollte ein Workshop in Hameln stattfinden. Thema: Wissensmanagement
3. Es muss ein Rückmeldesystem an die Diagnostiker über den Vollzugsverlauf
entwickelt werden.
Rolf Koch,
Projektgruppe Forschung im Justizvollzug, Celle,
Georg
Ilgner, JUDIT Bremen,
Zum Download "AG 7 Interne Diagnostik: Wer macht was?"
hier
AG
8 Identität und System: Wie
definiere ich mich?
8.1. Assoziationen zum Thema
- überwiegend positiv, Arbeit im Justizvollzug flexibel,
-
abwechslungsreich und nahe am "Kunden" Gefangener mit Ziellinie
Kunde Gesellschaft als Resozialisierungsempfänger
8.2. Welche Arbeitsumstände können bei
uns Identifikationskrisen auslösen? Als Varianten genannt wurden sowohl
erlebte auch als auch denkbare genannt. Ein Beispiel ist die
Torpedierung von pädagogischen Maßnahmen. Eventuell vorhandene Misstrauenskulturen in der Arbeit in einer JVA.
8.3. Welche Maßnahmen können wir selbst
unternehmen, um unsere Identität in der Arbeit / mit der JVA zu stärken?
- Denkbare Ansätze wurden genannt: Professionalität durch Kompetenz und Leistung
8.4. Zentrale Thesen für das Plenum
- selbstkritisch und konstruktiv sein
- Überzeugung durch Kompetenz und Leistung
- wir erleben Lernerfolge (noch) hautnah
- Veränderungsprozesse müssen initiiert und auch gelebt werden
Herren
Fischer und Schroven, Zum Download "AG 8 Identität und System: Wie
definiere ich mich?" hier
Das Projekt
Apfelstrudel - eine pädagogisch-methodische Herausforderung mit
Jugendlichen
Lustvolles
Handeln nach dem Prinzip "KOPF HERZ HAND" Learning by
doing!
Gemeinsames Tun und Erlernen unbekannter Tätigkeiten und
fächerübergreifender Unterricht in einem kreativen Ambiente unter
Berücksichtigung des Curriculums.
Wolfgang Riebniger,
Schulrat,
moriest@nextra.at
E-learning
im Strafvollzug: e-lis
Die
Entwicklungspartnerschaft "e-Learning im Strafvollzug"
entwickelt und erprobt Möglichkeiten des Telelernens beziehungsweise
e-Learning für Inhaftierte. 6 Bundesländer (Hessen, Hamburg,
Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandesburg und Berlin) sind
mit 30 Teilprojekten in Vollzugsformen des Frauen-, Jugend- und Männervollzuges
beteiligt die Justizbehörden werden bei der Durchführung der
Bildungsmaßnahmen umfangreich durch externe Partner unterstützt. Die
Finanzierung erfolgt aus Mitteln des EU-Programms EQUAL. Prof. Dr.
Friedrich entwickelt für das Projekt mit seinem Bremer Technologie-Zentrum
Informatik an der Universität Bremen eine gemeinsame
Computer-Lernplattform, über welche die Inhaftierten und die Unterrichts-Pädagogen
aus den Teilprojekten miteinander kommunizieren können. Gemeinsames
Lernen im "virtuellen Klassenzimmer" soll genauso möglich
werden, wie der Zugriff auf Lern- und Informations-Software. Hierbei sind
natürlich Fragen e Anstalts- und Datensicherheit
zu berücksichtigen, insbesondere wenn daran gedacht wird den Inhaftierten
auch in sicherem, missbrauchgeschütztem Umfang Zugang zu Informationen
aus dem Internet möglich zu machen. Mit europäischen Nachbarländern
sind Kooperationen zur Methodik des e-Learning im Justizvollzug verabredet
worden. Nähere Informationen zeigt die Internetseite www.e-lis.de
Professor Friedrichs, Universität, Bremen.
Protokoll: Klaus-D. Vogel, JVA Berlin, kdvogel@t-online.de
Projekt Chance
Der
Projektverbund "Chance" in Bremen wurde anhand zentraler
Dimensionen dargestellt: die Ausdifferenzierung des Angebots nach den
Möglichkeiten der Insassen, die deutliche Arbeitsmarktorientierung, die
Kooperation von internen und externen Institutionen sowie die Gestaltung
des Übergangs von Haft in Freiheit unter dem Aspekt der Betreuung in
beruflichen Fragen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Anstalt durch
die Berufshilfe. Von einer erfolgreichen Umsetzung konnte berichtet
werden, aber auch die Einschränkungen durch die neue Arbeitsmarktpolitik
mussten erwähnt werden
Georg Ilgner, JUDIT Bremen,
gilgner@judit.bremen.de
, Eduard Matt,
wissenschaftliche Projektleitung, ematt@justiz.bremen.de
ReOrg Projekte
der JVA Tegel, Berlin:
Arbeitswesen, Schule, Bildung, Freizeit
Reorganisation
des vollzuglichen Arbeits- und Ausbildungswesens bei der JVA Tegel
(30.10.00 - 30.06.02)
Projektziele
- Schaffung von mehr Arbeits- und Ausbildungsplätzen für Gefangene
- Schaffung wirtschaftlicher Strukturen / Erhöhung der Einnahmen.
Einige Ergebnisse
- Neuorganisation des Bereiches durch Einsatz eines Betriebswirtes
als Geschäftsführer. Haushalts- und Personalverantwortung im
Bereich. Stärkung der Betriebsleiter (Finanz- und Personalverwaltung
- Einsatz von Arbeitsvermittlern (direkte persönliche Aussprache der
Gefangenen)
- Bekanntheitsgrad der Betriebe erhöhen (Prospekte, Kataloge,
Internetauftritt, Ausstellungsräume außerhalb der Anstalt)
- Erzielung von Mehreinnahmen bereits während des Projektes
- Noch nicht erreicht haben wir die Erhöhung der Gefangenenarbeitsplätze
KDBlank.JVATegel@t-online.de
Projekt Bildung,
in der JVA Tegel, Schule und Freizeit
Ziel des seit Juni 2002 laufenden Projektes sind insbesondere die
konzeptionelle Neuausrichtung der auf Bildung, Schule und Freizeit
befassten Anstaltsbereiche sowie die qualitative und quantitative
Verbesserung des Bildungs-, Schul- und Freizeitangebotes für die
Gefangenen. Nach einer intensiv vor- und noch berufenen Interviewphase
arbeitet das Projekt anhand der vorgenommenen Auswertung an insgesamt 17
Themenfeldern.
Martin Riemer,
Regierungsrat, Leiter des Servicebereiches, Telefax (030)90147-1209
| Radio aktiv - Knast-Radio www.knast.net/knastradio | Umschulung im Metallberuf in der Außenstelle Rothenfeld der JVA Landsberg |
| Acht bis zehn Insassen der
Jugendanstalt Hameln produzieren seit über zwei Jahren eine wöchentlich
einstündige Sendung für Hörer außerhalb der Mauern. Sie informieren
über Ausbildungsmöglichkeiten, Schule und Maßnahmen und berichten über
Veranstaltungen. Die Insassen haben die Aktion "Rettet das
Knastradio" ins Leben gerufen, um ihr Projekt zu retten. Das Knastradio ist bundesweit einmalig. Marion-Anette Retkowske, Hameln,
knastradio@web.de |
Die Umschulungsmaßnahme begann 1972 zum
Maschinenbauer, und die im Laufe der Jahre aufgetretenen Problehme, die
einer dringenden Lösung erforderten, zum Beispiel -Änderung des Trägers
- - Flexibilität des Einritts - Erweiterung des Angebotes (Teilezurichter & Übungswerkstatt) - Kauf von gebrauchten Maschinen - erhebliche Auswertung der Kleinteileproduktion mit erweiterten Einnahmen Zwischenzeitlich ist die Maßnahme seit 30 Jahren etabliert. Das Ministerium hat uns im Jahre 2003 rund 610 0000 € für zwei Maschinen bereit gestellt. Klaus Weichert, JVA Landsberg |
| Projekt
Gebäudereiniger - Grundlehrgang Gebäudereinigung in der JVA Niederschönenfeld |
Neue Wege der Berufsaubildung für junge Migranten |
| Der Grundkurs findet vorwiegend für
schwächere Gefangene statt, die keine abgeschlossenen Berufsausbildung
besitzen. Der Kurs endet mit einem qualifizierenden arbeitsmarktwirksamen
Abschlusszertifikat des Arbeitsamtes Donauwörth. Ergänzung folgt Stefan Fischer, JVA Niederschönenfeld stefan.fischer@jva-nsf.bayern.de |
JVA Wiesbaden führt in
Kooperation mit INBAS einen Modellversuch im Rahmen des BQF-Programmes des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch.
Der Modellversuch läuft über drei Jahre und beschäftigt sich mit der Kompetenzfeststellung von Migranten und neuen Wegen im Bereich von Qualifizierung, Aus - und Weiterbildung. Das vollständige Referat finden Sie demnächst über den Download hier Jörg Weber, Leiter des Modellversuchs, JVA Wiesbaden |
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Bildungsrat
& Sicherheits- und Kontrollsystem |
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| Bildungsrat des niedersächsischen Justizvollzuges | SKS – das „Sicherheits- und Kontrollsystem“ und das vernetzte Arbeiten |
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der auf eine Initiative des Vorstandes der niedersächsischen LAG der Lehrer zurückgeht. Ausgangspunkt war die Unzufriedenheit der niedersächsischen Vollzugspädagogen über die Zusammenarbeit mit ihren Aufsichtsbehörden. Dabei hatten die neunziger Jahre interessant begonnen, immerhin hatten die Lehrer zusammen mit ihren Aufsichtsbehörden Grundsätze für ein Berufsbild entwickelt. Darüber hatte ich berichtet, und die Ergebnisse sind ja schließlich auch in die Diskussionen der BAG eingeflossen. Das wurde das niedersächsische Justizvollzugsamt aufgelöst. Nicht, dass wir das bedauert hätten, aber für uns war ein Ansprechpartner weniger da. Ich weiß noch, wie ich damals im JM war und den für die Fachaufsicht über die Lehrer zuständigen Referenten gesucht habe. Als ich ihn dann gefunden hatte, musste er sich erst anhand einer Liste davon überzeugen, dass er auch für die Lehrer zuständig war. Wir waren also bei der Aufsichtsbehörde gar nicht im Bewusstsein vorhanden. Das setzte sich dann fort, denn beständig war nur der häufige Wechsel der für uns zuständigen Referenten! Wir haben dann als LAG einige, auch erfolgreiche Initiativen entwickelt, aber das war mehr sporadisch und nicht institutionalisiert. Und, im Gegensatz zu wenigstens einigen anderen Bundesländern, „durften“ wir unsere alljährlichen Lehrer- Fortbildungen der LAG aus eigener Tasche bezahlen. In den letzten Jahren reifte dann der Wunsch, die Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde, die Lehrerfortbildungen und die Zusammenarbeit mit anderen Bildungsträgern zu institutionalisieren. Ab dem Jahr 2000 formulierten wir unsere Unzufriedenheit mit der Fortbildungssituation und der mangelhaften Koordination der Bildungsangebote, auch die unzureichende Informierung über europäische Projekte gegenüber der Aufsichtsbehörde stieß sogar auf Gehör und Wohlwollen. Schließlich schlugen wir dem JM vor einen „Bildungsrat“ einzurichten. Dem sollten nicht nur die Fachaufsicht und Lehrer aus vollzuglichen Bereichen angehören, sondern auch Vertreter der Landesverbände von Trägern der Erwachsenenbildung, des Landesarbeitsamtes sowie der Erziehungswissenschaft. Wir hielten diese externen Vertreter aus verschiedenen Gründen für wichtig, beispielsweise, um Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten oder Anregungen für neue Lehrgangsmodelle zu bekommen, aber auch, um über diesen Weg die „Pädagogik“ gegenüber dem JM etwas zu stärken. Das JM stimmte im Grundsatz zu, doch dann wechselte der Referent mehrmals und die Personalabteilung formulierte Bedenken in Sachen „Geld und Personal“. Es zog sich noch zwei weitere Jahre hin. Aber immerhin: Schließlich hat das Ministerium im wesentlichen unseren Vorstellungen entsprochen, und im März 2003 hat die erste, die konstituierende Sitzung des „Bildungsrats des niedersächsischen Justizvollzuges“ stattgefunden. Folie: Erlass JM Richtig losgehen wird die Arbeit ab Ende August 2003, weil dieser Bildungsrat dann zu einer dreitätigen Tagung zusammenkommen und über das Bildungsangebot des niedersächsischen Justizvollzugs beraten wird. Da wird es beispielsweise um die Lohngruppe von Gefangenen in Förderkursen gehen, um ein EDV-Info-System oder um die Verfahren bei der Verlegung von Lehrgangsteilnehmern. Ich
habe über diesen Bildungsrat berichtet, weil ich häufig von Kollegen höre,
dass auch bei ihnen der Kontakt zur Aufsichtsbehörde nicht so gut ist.
Vielleicht kann dieser kurze Hinweis eine Anregung geben. |
um Einstieg in mein zweites Projekt erinnere ich einmal an die Mitgliederversammlung während der BAT in Frankfurt/0der 1999: Der
Kollege Dr. Eberle fordert die Mitglieder auf, Beiträge für die ZfStrVo
zu verfassen, und diese ihm zu schicken, zu faxen oder zu mailen.
Letzteres hätte er nicht sagen dürften, denn ein Kollege empörte sich fürchterlich:
„Was soll denn das ? Wer hat denn einen Mailzugang“ Ich doch nicht!“
Wenige Monate später wurde seine Anstalt vernetzt und er hatte einen
Zugang – zumindest dienstlich! In
diesem Sinne sollten Sie
den zweiten Teil meines Vortrags verstehen. Ich
kann inzwischen sagen: ein klasse System. Nicht nur, dass ich inzwischen
alle Geburtsage so eingegeben habe, dass ich in den nächsten 200 Jahren
daran erinnert werde. Es tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf.
Neulich
musste ich wegen aktueller Ereignisse kurzfristig eine Sitzung zur
Vorbereitung unseres Sommerfestes einberufen (das übrigens am 28. Juni
stattfindet). Dazu brauche ich den Anstaltsleiter, Geschäftsleiter,
Sicherheitsdienstleiter und andere – und außerdem einen Konferenzraum.
Das ist in wenigen Minuten erledigt, ohne dass ich das Telefon angefasst
und mir Absagen eingehandelt hätte: So
sieht das aus: |